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LaVita Story
26.08.202610 Min.

Claudio Lanzillotta – Performance beginnt auf dem Teller

„Ich will den Spielern das geben, was sie benötigen.“

Vom kleinen Restaurant in Monopoli in die Küche der TSG Hoffenheim: Claudio Lanzillotta hat seine Leidenschaft fürs Kochen zum Beruf gemacht. Im Gespräch mit uns erzählt er von seinem Weg in den Profisport, seiner Philosophie rund um Ernährung und seiner besonderen Rolle hinter der Mannschaft.

 
 
Claudio Lanzilotta
 

Schon früh entdeckt Claudio seine Liebe zum Kochen. In seiner Heimatstadt Monopoli in Süditalien steht er als Kind gemeinsam mit seiner Mutter und Großmutter in der Küche – und entwickelt eine Leidenschaft, die seinen gesamten Lebensweg prägen wird. Nach der Schule entscheidet er sich für eine Ausbildung zum Koch und merkt schnell: Das ist genau sein Weg.

Heute kocht er für Bundesligaprofis. Und blickt auf einen besonderen Moment zurück, der seinen Weg in den Profifußball ebnet.

 
 
 

Von Monopoli nach Hoffenheim

Seinen Start bei der TSG Hoffenheim macht Claudio in der TSG-Akademie, wo er für Nachwuchssportler kocht. Nach einigen Monaten bekommt er die Chance, die Profimannschaft zur Champions-League-Qualifikation nach Liverpool zu begleiten. Drei intensive Tage – und eine Bewährungsprobe, die alles verändert.

„Das war für mich der Moment, in dem ich meinen Weg in Richtung Profimannschaft eingeleitet habe“, erinnert er sich.

Heute ist Claudio längst ein fester Bestandteil der Mannschaft. Seine Arbeit beginnt dabei meist schon um 5.30 Uhr, denn seine Küche soll nicht nur gut schmecken, sondern genau das liefern, was die Spieler in den unterschiedlichen Phasen ihrer Belastung brauchen.

 
 
 

Performance beginnt auf dem Teller

Trainingspläne, Spiele, Regenerationsphasen – all das bestimmt auch Claudios Speisepläne. Je nach Belastung passt er die Mahlzeiten an, stimmt sich mit dem Trainerteam ab und denkt dabei weit über das Kochen hinaus. „Ich habe die Verantwortung, den Spielern das zu geben, was sie benötigen", sagt er.

Dabei setzt Claudio auf eine Küche, die ebenso vielseitig wie unkompliziert ist. Er achtet auf eine ausgewogene Versorgung mit Mikro- und Makronährstoffen und bietet verschiedene Komponenten an, aus denen sich die Spieler ihren Teller nach Geschmack und Bedarf selbst zusammenstellen können. Komplizierte Sterneküche braucht es dafür nicht. „Je bunter, umso besser“, lautet seine Philosophie. Was das in der Praxis bedeutet und wie er das täglich umsetzt, sehen Sie im Video.

 
 
 

„Man sieht das und man schmeckt das" – Claudios geheime Zutat

Bei aller Leistungsorientierung darf für Claudio eines nicht fehlen: Genuss. Seine Leidenschaft gilt besonders der asiatischen, vor allem der japanischen Küche. Und auch privat kocht er gerne – weil es für ihn eine der wenigen Möglichkeiten ist, wirklich abzuschalten.

„Man kann nicht kochen ohne Leidenschaft. Man sieht das und man schmeckt das auch.“

Diese Leidenschaft ist auch der Grund, warum Claudio seine Rolle bei der TSG nicht nur als Job versteht. Er ist Mannschaftskoch, Küchenleiter – und Fan. Er fühlt sich als Teil der Mannschaft und trägt mit seiner Arbeit täglich dazu bei, dass das Team auf dem Platz alles geben kann.

 
Claudio Lanzillotta
 
 

Gemeinsam nach vorne

Claudio hat eine klare Vorstellung davon, was er sich für die TSG wünscht: sportlich den nächsten Schritt zu machen. Dabei weiß er, dass es dafür das Zusammenspiel vieler Bereiche braucht – von Athletik und Physiotherapie über Reha und Training bis hin zur Ernährung.

Seine Bühne ist dabei nicht der Rasen, sondern die Küche. Hier plant, kocht und tüftelt er – mit derselben Leidenschaft, mit der die Spieler auf dem Platz für ihren Verein kämpfen.